10-03-2020

Meldepflicht bei Arbeiten in den Niederlanden

Bouwproject

Ab dem 1. März 2020 tritt in den Niederlanden eine Meldepflicht in Kraft. Ausländische Dienstleister aus dem europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz müssen Ihre Aktivitäten in den Niederlanden über ein Online-Meldeportal bei der SVB (niederländische Sozialversicherung) melden. Die Meldepflicht soll unehrlicher Konkurrenz und Missständen entgegenwirken. Die Meldepflicht gilt nicht für Aufträge, die bereits vor dem 01.03.2020 begonnen haben.

Die Entsenderichtlinie

Die Entsenderichtlinie unterscheidet Dienstleister, Selbständige und Dienstleistungsempfänger. Wenn Sie mit eigenem Personal Aufträge in den Niederlanden ausführen, oder wenn ein multinationales Unternehmen Personal zu seiner Filiale in die Niederlande entsendet oder wenn ein ausländisches Zeitarbeitsunternehmen Zeitarbeitskräfte zur Arbeit in den Niederlanden zur Verfügung stellt, muss eine Online Meldung gemacht werden.

Die Meldung

Die Meldung muss auf jeden Fall die folgenden Angaben enthalten:

Unternehmensdaten, Identität des Kunden bzw. Auftraggebers, den Wirtschaftszweig der in den Niederlanden durchzuführenden Aktivitäten, die Anschrift des Arbeitsplatzes, voraussichtliche Dauer der Tätigkeit, die Identität der Person, die für die Auszahlung des Lohns zuständig ist und die Identität der Arbeitnehmer, die in den Niederlanden arbeiten werden;

Auch Selbständige, die vorübergehend in den Niederlanden Aufträge in bestimmten Branchen ausführen, müssen dies melden. Zu diesen Branchen gehören u.a. Baugewerbe, Nahrungsmittelindustrie, Metall, Gesundheitswesen und Landwirtschaft.

Ausnahmen

Die Transportbranche ist in vielen Fällen von der Meldepflicht ausgenommen. So müssen Transportunternehmen, die die Niederlande nur durchqueren ohne Ihre Fahrzeuge zu be- oder entladen, dies nicht melden. Arbeitgeber und Selbständige, die im internationalen Güterverkehr tätig sind, müssen die Meldung nur einmal jährlich vornehmen. Auch kleine Unternehmen (0-9 Beschäftigte) und Selbständige, die häufiger in den Niederlanden arbeiten, müssen dies nur einmal jährlich melden, wenn sie im Ausland innerhalb von 100 km von der niederländischen Grenze niedergelassen sind (dies gilt allerdings nicht für kleine Bauunternehmen und auch nicht für Zeitarbeitsunternehmen).

Bußgelder

Wenn bei einer Kontrolle festgestellt wird, dass man die administrativen Pflichten aus der in den Niederlanden implementierten Fassung der Entsenderichtlinie („WagwEU“) nicht erfüllt hat, riskiert man eine hohe Bußgelder. Aus diesem Grund sollte die Meldepflicht nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

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